Daten & Fakten – Urbanisierung weltweit
- Unterressort
- Stadt der Zukunft
- Veröffentlicht
- Lesezeit
- 2 min

© Shutterstock
Bis 2050 wird die Weltbevölkerung laut UN-Prognosen auf 9,7 Milliarden Menschen anwachsen, 2/3 davon leben in Städten.
Brasilia
Einige Hauptstädte dieser Welt entstanden als Planhauptstädte – also Städte, die per Dekret geplant und neu gebaut wurden. Gründe dafür waren unter anderem die bessere Verteilung der Bevölkerung oder Streitigkeiten zweier oder mehrerer Städte, welche von ihnen Hauptstadt werden soll. Der Erfolg dieser Planhauptstädte ist aber in den meisten Fällen überschaubar. Bekannte Planhauptstädte sind unter anderem Abuja in Nigeria, Canberra in Australien oder Brasilia in Brasilien. Letztere wurde beispielsweise im zentralen Gebiet des Landes angelegt und 1960 fertiggestellt. Anlass war der Wunsch nach einer neutralen föderalen Hauptstadt. Heute leben rund 3 Millionen Menschen in Brasilia.
Detroit
In Europa und in weiteren OECD-Ländern gibt es teilweise einen gegensätzlichen Trend zum weltweiten Städtewachstum: eine allgemein schrumpfende Bevölkerung und damit schrumpfende Städte. Bekanntes Beispiel dafür ist Detroit in den USA. Innerhalb von 60 Jahren ist die „Autostadt“ um 62,2 Prozent geschrumpft – von 1.850.000 Einwohnern (1950) auf 672.000 (2020).
Dhaka
Dhaka in Bangladesch wies 2021 eine geschätzte Bevölkerungsdichte von rund 36.941 Einwohnern pro Quadratkilometer auf. Somit liegt Dhaka auf Platz 1 des Rankings der 10 Städte weltweit mit der höchsten Bevölkerungsdichte im Jahr 2021. Auf Platz 2 des Rankings folgte die Stadt Moradabad in Indien mit einer Bevölkerungsdichte von rund 34.151 Einwohnern pro Quadratkilometer. Mit einer Bevölkerungsdichte von 32.295 Einwohnern pro Quadratkilometer folgte auf Platz 3 Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo.
Dharavi
Zwischen 2014 und 2018 stieg der Anteil der in Slums lebenden Stadtbevölkerung weltweit von 23 auf 24 Prozent. Damit lebt über 1 Milliarde Menschen in Slums, vor allem in den drei Regionen Ost- und Südostasien (370 Millionen), Afrika südlich der Sahara (238 Millionen) und Zentral- und Südasien (226 Millionen). Einer der größten Slums der Welt ist Dharavi in Mumbai mit geschätzt mehr als 600.000 Einwohnern.
Masdar City
Die Ökostadt im Emirat Abu Dhabi wurde 2006 initiiert mit dem Ziel: keine CO2-Emissionen, keine Autos und kein Abfall. Die Projektkoordinatoren selbst bezeichnen Masdar als „die nachhaltigste Stadt der Welt“. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2030 geplant, bis dahin sollen 40.000 Menschen in der arabischen Stadt leben und 50.000 dort studieren und arbeiten.
Theben
Die ersten Städte entstanden vor mehr als 8.000 Jahren. Die Etablierung des Ackerbaus schuf die Grundlage einer arbeitsteiligen Gesellschaft; Nahrungsproduktion über die eigenen Bedürfnisse hinaus bildete die Basis für Bevölkerungswachstum und ermöglichte die Versorgung einer Stadtbevölkerung. Die neue Art des Zusammenlebens erforderte neue Regierungsmodelle und Verwaltungsformen, bevor die ersten Städte mit mehr als 10.000 Einwohnern in der sumerischen Kultur in Mesopotamien ca. 6000 v. Chr. entstehen konnten. Sie waren meist Tempel-, Burg- oder Palaststädte. Die ersten „Großstädte“ waren vermutlich Theben (1500 v. Chr.) und Babylon (600 v. Chr.) sowie Rom (100 v. Chr.).
Tokio
Nach der Datenbank des United Nations Department of Economic and Social Affairs (UN DESA) sind die Städte Tokio (Japan), New-Delhi (Indien) und Shanghai (China) die größten Städte weltweit. Mit einer Einwohnerzahl von rund 38 Millionen ist Tokio auch die größte Megacity der Welt. Als Megacitys werden Städte mit mehr als 10 Millionen Einwohnern bezeichnet.






