ÖKOlogisch
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Zukunftsorientierte Unternehmen denken nicht nur wirtschaftlich, sondern auch nachhaltig – und das bringt Vorteile. Anna Pribil bereitet als Eco-Consultant den Weg für mehr Umweltbewusstsein.
„Die Ansprüche der konsumierenden Menschen haben sich verändert, dafür muss Bewusstsein geschaffen werden – da steckt viel Psychologie dahinter“, sagt Anna Pribil. Als Eco-Consultant mit akademischem Background in der Psychologie berät sie Unternehmen sowie Privatpersonen, die nachhaltiger wirtschaften und leben wollen. Dabei stellt sich oft folgende Frage: Wie können durch ökologisches Handeln ökonomische Benefits erzielt werden? „Viele Firmen wissen gar nicht, wo überall etwas eingespart werden kann.“, sagt Pribil. In ihren Tätigkeitsbereich fallen zum Beispiel die Analyse von Lieferketten und Transportwegen, die Nutzung von regionalen Ressourcen, die Gestaltung des Arbeitsumfeldes und vieles mehr.
Green Office und Purpose-Unternehmen
Das sogenannte „Green Office“ ist ein wichtiges Schlagwort. Pribil erarbeitet gemeinsam mit Unternehmen individuelle Konzepte, um den Arbeitsplatz möglichst nachhaltig zu gestalten. Dabei spielen zum Beispiel Mobilität (Green Behavior), Raumklima (Green Interior), Beschaffung und Recycling (Green IT) sowie die Wahl des Bürogebäudes und die Stromversorgung (Green Building) eine große Rolle.
Dass seit einigen Jahren in puncto Klima- und Umweltbewusstsein ein Umdenken stattfinden zu scheint, fällt Pribil positiv auf. Sogenannte Purpose-Unternehmen orientieren sich nicht allein an Profitmaximierung, sondern möchten diesen auch ökologisch sinnbringend weiter investieren und so eine neue Art des Wirtschaftens erschaffen.
Gegenbewegung zum Hyperkapitalismus
„Das ist eine schöne Gegenbewegung zum Hyperkapitalismus.“, sagt Pribil. „Man muss natürlich darauf achten, dass solche Intentionen nicht allein aus Gründen des Image-Aufpolierens entstehen, wie es leider oft der Fall ist, wenn sich jemand mit ‚Corporate Social Responsibility‘ rühmt.“ Viele Firmen betreiben „Greenwashing“ ohne wirkliches Interesse an der Umwelt, deshalb brauche es strengere Kontrollen, welche Unternehmen sich als „nachhaltig“ bezeichnen dürfen. Dabei sei auch die Politik gefordert. Es solle nicht unterschätzt werden, wie wichtig Transparenz mittlerweile für die Kundschaft sei. „Beim Klimawandel kommt noch viel auf uns zu und wir müssen jetzt etwas dagegen tun!“, appelliert Pribil. „Planloses und umweltschädliches Agieren bringt fürs Unternehmen meist nur kurzfristig was – Nachhaltigkeit rechnet sich immer mehr.“ Eines von Pribils Projekten ist eine künftige Kooperation mit dem Naturpark Steirische Eisenwurzen für einen „klimafitten Wald“ und strukturierte, überlegte Forstwirtschaft.
Für Privatpersonen bietet Pribil aktuell einen Online-Kurs zum Thema „Green Living“ an und arbeitet mit dem individuellen Spielraum, jeder und jedes Einzelnen. „Zero-Waste ist zum Beispiel schon mal ein super Schritt ins Bewusstseinschaffen und löst einen positiven Dominoeffekt aus – wird aber allein nicht die Welt retten.“ Mehr erreiche man beispielsweise mit richtigem Dämmen und Heizen zu Hause oder auch mit der Wahl der Verkehrsmittel. Ihr Ziel sei es, Leute auch außerhalb der ‚Nachhaltigkeits-Bubble‘ zu erreichen. „Prinzipiell ist jedes Engagement gut und wichtig und das möchte ich unter die Leute bringen.“






