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Investitionen

Eine Region überstrahlt ihre Grenzen

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Eine Region überstrahlt ihre Grenzen

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Vor eineinhalb Jahrzehnten wurde „KRAFT:dasMurtal“ aus der Taufe gehoben. Dass hinter deren knackigen Slogans wie „Bleiben statt pendeln“ oder „Bergluft für die Karriere“ auch Substanz steckt, wird mit den zahlreichen Aktivitäten der Initiative deutlich.

Diese Zahlen sprechen Bände: 156 offene Jobs, 100 Betriebe, 7.724 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So lässt sich die Kraft des Murtals auf nur wenige Faktoren eindampfen. Und noch eine Zahl, die für die Region von Bedeutung ist: 15. Denn genau so viele Jahre engagiert sich die Initiative „KRAFT:dasMurtal“ um wirtschaftlichen Aufschwung und Sichtbarmachen des Unternehmersgeist, der Land und Leute so außergewöhnlich macht. Zeit für einen „Victory Lap“.

„Wir konnten uns erfolgreich als einzigartiges Firmennetzwerk etablieren und verfügen über einen hohen Bekanntheitsgrad – auch über die Grenzen unserer Region Murau-Murtal hinaus“, heißt es dazu vom Sprecherteam der Initiative. Sprecher Florian Hampel, Aufsichtsratsvorsitzender Josef Rieberer und die stellvertretenden Sprecher Markus Schaffer und Manfred Wehr haben allerdings nicht vor, sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen, im Gegenteil: „Mit all unserer Kraft setzen wir uns für die weitere Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Region ein, arbeiten proaktiv an unserem Image und widmen uns intensiv der Rekrutierung und Ausbildung von Fachkräften für unsere Region.“ Auch im 15. Jahr ihres Bestehens strotzt die Initiative vor Tatendrang und neuen Ideen. Man merkt schnell, dass die Begeisterung der Anfangsjahre alles andere als verflogen ist.

Ihren Kick-off fand die Initiative im Jahr 2010, als sich 20 Leitbetriebe der Region zwischen Knittelfeld und Murau für eine noch nie da gewesene Leistungsschau zusammengetan haben. Schon im Jahr davor wurde im Rahmen eines EU-Leader-Projekts daran getüftelt, die Aktion setzte dann den Auftakt für das Projekt „KRAFT:dasMurtal“ – mit dem Ziel, die Wirtschaftskraft der Region vor Augen zu führen. Zunächst auf eineinhalb Jahre angelegt, zeige sich schnell die Notwendigkeit einer langfristigen Standortstärkung – auch, um der Abwanderung aus dem Murtal Einhalt zu gebieten. Überzeugen wollte man junge Leute mit Faktoren wie Lebensqualität, interessanten Lehrstellen und attraktiven Arbeitsplätzen. Mit der Zeit hat sich der Anspruch verändert: Die Ziele erweiterten sich auf die Positionierung der Region als bekannter international wettbewerbsfähiger Wirtschaftsraum und die Gestaltung eines attraktiven wirtschaftlichen und regionalen Umfelds. Mittlerweile sieht sich die Initiative als Plattform für wechselseitige Inspiration, Lernen voneinander und gemeinsames Entwickeln, die eine wirtschaftsstrategische Schnittstelle zwischen Arbeitskräften, Ausbildungsstätten und Unternehmen herstellt.

Bibiane Puhl, Geschäftsführerin „KRAFT:dasMurtal“
Bibiane Puhl, Geschäftsführerin „KRAFT:dasMurtal“ © Thomas Luef

Kraftvolle Arbeitgebermarke

Die Leute zusammenbringen, das gelingt dem Team hinter der Initiative jedes Mal aufs Neue: „Mit den Veranstaltungen KRAFT:skitag, KRAFT:am Berg und Bockbeat im Dom im Berg konnten wir unterschiedlichste Zielgruppen erreichen und zeigen, dass wir eine kraftvolle Arbeitgebermarke repräsentieren“, so Bibiane Puhl, Geschäftsführerin der Initiative, der auch das gesundheitliche Wohl der Betriebe am Herzen liegt. 2023 fanden zwei Gesundheitstage in Kooperation mit OptimaMed und den Community Nurses Judenburg statt, die insgesamt 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kraft-Betriebe anlocken konnten. Für das Jahr 2024 sind weitere Veranstaltungen geplant. „Die Gesundheitstage auf der einen Seite und die Betriebsbesuche auf der anderen zeigen beispielsweise, dass wir auf dem richtigen Weg sind, der uns in eine erfolgreiche Zukunft führt“, so die Initiative über das Projekt „KRAFT:nachhaltig“.

Florian Hampel, Sprecher der Initiative „KRAFT:dasMurtal“, GF Hage Sondermaschinenbau
Florian Hampel, Sprecher der Initiative „KRAFT:dasMurtal“, GF Hage Sondermaschinenbau © Thomas Luef

In puncto Nachhaltigkeit hat das Murtal so einiges zu bieten, wie auch die für heuer geplanten Betriebsbesuche eindrucksvoll unter Beweis stellen werden. Die Initiative lädt dazu ein, bei Murauer Bier die Produkte der CO2-neutralen Bierherstellung zu verkosten, und bei Zellstoff Pöls einen Energielieferanten unter die Lupe zu nehmen, der nicht nur Wärme, sondern auch Strom für die Region bereitstellt und so zur Stütze der lokalen Versorgungssicherheit wird. Diese Puzzleteile fügen sich zu einem Gesamtbild zusammen, in dem sich die Wertschöpfung der Wirtschaft in Einklang mit den Wertvorstellungen einer intakten Natur bringt. Nachhaltige und ressourcenschonende Produktion verfügt in der Wirtschaftsregion Murau-Murtal über einen hohen Stellenwert. Die Initiative unterstützt die Nachhaltigkeitsbemühungen der Unternehmen, indem sie gemeinsame Corporate-Social-Responsibility-Maßnahmen umsetzt und verankert.

Josef Rieberer, Aufsichtsratsvorsitzender „KRAFT:dasMurtal“, Vorstand Murauer Bier
Josef Rieberer, Aufsichtsratsvorsitzender „KRAFT:dasMurtal“, Vorstand Murauer Bier © Thomas Luef

Nachwuchskräfte von Morgen

Damit nicht genug: Für das Jahr 2024 hat sich die Initiative vorgenommen, die bestehenden erfolgreichen Formate weiterzuführen und in strategische Partnerschaften zu investieren, um das Thema „Wirtschaft zum Angreifen“ bereits in die Kindergärten zu bringen. Bei diesem Projekt stehen die Allerjüngsten im Fokus – als Nachwuchskräfte von morgen. Sie sollen dabei das Thema Wirtschaft spielerisch erkunden und ein erstes Bewusstsein für die Bedeutung des regionalen Unternehmertums entwickeln. Ein weiterer Schritt unter dem Motto „Kinder raus aus den Schulen, rein in die Betriebe“ wird mit Impulsworkshops in den Volksschulen gesetzt, bevor es dann zu Betriebsbesuchen kommt, bei denen Kinder unter anderem Lehrlinge interviewen und Arbeitsabläufe kennenlernen.

Markus Schaffer, Stv. Sprecher „KRAFT:dasMurtal“, Geschäftsführer Schaffer Holz
Markus Schaffer, Stv. Sprecher „KRAFT:dasMurtal“, Geschäftsführer Schaffer Holz © Thomas Luef

Und noch einer weiteren Zielgruppe möchte die Initiative in diesem Jahr vermehrte Aufmerksamkeit zukommen lassen – den Frauen. „Die Steuerungsgruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, die ‚Frauenfreundlichste Wirtschaftsregion Österreichs‘ zu realisieren“, sagt Hampel. Zu diesem Zweck wird eine Erhebung gestartet, mit der herausgefunden werden soll, was Frauen eine bessere Teilhabe am Arbeitsmarkt ermöglichen und in weiterer Folge den Arbeitskräftemangel lindern kann. Zusätzlich zu diesen Plänen hat sich das Führungsteam noch vorgenommen, eine durchdachte Nachhaltigkeitsstrategie für die gesamte Initiative zu entwerfen, bei der auch betriebliches Mobilitätsmanagement einen wichtigen Baustein darstellt. Geplant wird aber auch schon auf Hochtouren für die KRAFT:nacht am 18. Oktober von 16 bis 22 Uhr: 22 Betriebe – mit Unterstützung der Steiermärkischen Sparkasse und Die Industrie – beteiligen sich an diesem Erlebnis für die ganze Region, das auch wieder weit über deren Grenzen hinausstrahlen wird.

Manfred Wehr, Stv. Sprecher „KRAFT:dasMurtal“, Vorstandsvorsitzender Stadtwerke Judenburg
Manfred Wehr, Stv. Sprecher „KRAFT:dasMurtal“, Vorstandsvorsitzender Stadtwerke Judenburg © © Stadtwerke

Die Botschaft, die mit dem Event in die umliegenden Regionen und darüber hinaus gesendet werden soll, lautet, dass die Initiative „KRAFT:dasMurtal“ auch noch nach 15 Jahren „kein bisschen leise“ wird – im Gegenteil. „Wir bewegen uns kraftvoll in die Zukunft“, lässt das Sprecherteam wissen.

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