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Best Practice

Wirtschaftskraft trifft Lebensqualität

Unterressort
Standort
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Lesezeit
5 min
Erzberg © Michael Koenigshofer

Erzberg © Michael Koenigshofer

Industrielle Infrastruktur, intakte Natur und ein starkes menschliches Netzwerk zeichnen die östliche Obersteiermark aus. Wie vielfältig der wirtschaftliche Branchenmix und der dort ansässige Innovationsgeist sind, zeigen die Best-Practice-Beispiele aus der Region.

Es ist ein starker Wirtschaftsraum“, „Hier lebt man gerne mit seiner Familie“, „Eine Region der Superlative“ … Auszüge aus Gesprächen, die der Business Monat im Rahmen einer Pressetour in der östlichen Obersteiermark zur Region zu hören bekam. Und was wir zu spüren bekamen? Einen Enthusiasmus und Innovationskraft, die förmlich greifbar war.

Die östliche Obersteiermark mit den Bezirken Leoben und Bruck-Mürzzuschlag ist der dichteste Industrieraum Österreichs – ob bekannte Unternehmen, Persönlichkeiten, Führungskräfte oder eine Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten. Doch auch als Lebensraum kann der Norden der Steiermark punkten. Hier leben die Menschen in einem urbanen Raum und gleichzeitig in fantastischer Natur mit reichen Kultur- und Freizeitmöglichkeiten. Und auch die Grundstücke sind noch leistbar im Vergleich zu Graz und Wien. Für die Freizeitgestaltung gibt es ein aktives Vereinsleben, es gibt Berge und wunderschöne Radstrecken. Da stimmt einfach das Gesamtpaket.

Lebensader der Region

Untrennbar mit der östlichen Obersteiermark verbunden ist die Semmeringbahn. Vor 180 Jahren wurde die Region mit der Bahn erschlossen. Seitdem hielten Tourismus und Industrie Einzug. Die nahende Fertigstellung des aktuell in Bau befindlichen Semmering-Basistunnels verspricht in Zukunft eine weitere Blütezeit. Die Glanzzeiten der Semmeringbahn fingen mit der Fertigstellung der Gebirgsstrecke 1854 erst so richtig an. Die historische Ingenieursleistung Carl Ritter von Ghegas lädt bis heute zum Staunen ein: Vor allem entlang des Bahnwanderwegs wird deutlich, welche übermenschlichen Leistungen die Arbeiter beim Errichten der Viadukte und Bahntunnels – großteils ohne maschinelle Hilfe – erbracht haben. 1998 würdigte die UNESCO das Unterfangen und verlieh der Semmeringbahn als erster Eisenbahnstrecke der Welt den Welterbestatus.

Global Player und Innovationsgeist

Der Lokalaugenschein in der Region rund um Mürzzuschlag zeigt: Mit dem fortschreitenden Bau des Semmering-Basistunnels geht eine zunehmende Aufbruchsstimmung einher. 2030 soll die Fahrtzeit von Wien nach Graz von 2 Stunden 40 Minuten auf 1 Stunde 50 Minuten reduziert werden. Das macht die östliche Obersteiermark als ländlichen Wohnort für Pendler nach Wien oder Graz noch attraktiver.

Bereits jetzt verzeichnet der Immobilienmarkt steigende Nachfrage. Innovative Klein- und Mittelbetriebe aus allen Sparten setzen Impulse. Profitieren soll auch die metallverarbeitende Industrie, die in der Region den wirtschaftlichen Takt angibt. Zu den größten Arbeitgebern zählen voest-alpine Böhler Edelstahl, AT&S und Pankl Racing Systems AG. Die Montanuniversität in Leoben sowie die FH Joanneum in Kapfenberg tragen das jeweils Ihre dazu bei, den Innovationsgeist der Region weiter zu beflügeln.

BEST-PRACTICE-BEISPIELE AUS DER REGION

Energiekreislauf
Martin Schechtner, GF Energiekreislauf © Regina_Stelzer, beigestellt

Doppelt hält besser

Energiekreislauf GmbH

Die weltweite Lebensmittelproduktion steht vor ernsten Herausforderungen, da die derzeitige Produktionsweise unsere Gesundheit gefährdet und unsere Böden schädigt. Gleichzeitig trägt die fossile Strom­erzeugung maßgeblich zum Klimawandel bei. Ein Lösungsansatz dazu ist die innovative Technologie der Agri-Photovoltaik (Agri-PV), die die Kombination von landwirtschaftlicher Produktion und Photovoltaik nutzt. Dabei werden Solaranlagen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen installiert. Hier kommt das Leuchtturmprojekt „Kreislaufhof“ der Energiekreislauf GmbH rund um Geschäftsführer Martin Schechtner in Mürzzuschlag ins Spiel. Dieses Projekt ist international einzigartig und erstreckt sich über 3,5 Hektar mit einer beeindruckenden jährlichen Produktionskapazität von 2,7 GWh.

www.energiekreislauf.at

Karl-Heinz Semlitsch
Secar Geschäftsführer Karl-Heinz Semlitsch © Secar, M. Thonhofer

Mit Leichtigkeit

Secar Technologie GmbH

Hochtechnologie direkt aus Hönigsberg: Dafür steht der Global Player Secar Technologie GmbH unter der Leitung von Geschäftsführer Karl-Heinz Semlitsch, Leichtbauspezialist im Bereich Faserverbundtechnologie. Gefertigt werden präzise, kundenspezifische Carbon- und weitere Composite-Bauteile aus Carbon-, Glas- und anderen Werkstoffen. Die Carbonelemente bestehen jeweils aus einer Hülle und einem Kern, für den Secar der einzige Hersteller weltweit ist. Seine Produkte finden ihre Anwendung in der Formel 1, der Luftfahrt, bei Automarken wie Audi und BMW, der Eisenbahn, in der Medizintechnik und bei Windrädern. Die hauseigene Forschung zielt darauf ab, nachhaltig positiv zur Umweltgestaltung beizutragen. Dabei lautet die Hauptfrage zur Energie- und Kosteneinsparung: Wie lassen sich unsere Produkte noch leichter machen? Denn so können Logistikkosten und Transportaufwand verringert und weniger Schadstoffe produziert werden.

www.secar.at

Dominik Köck
Dominik Köck © Köck, M. Thonhofer

Richtige Mischung

Bäckerei Köck

Backen liegt hier in der Familie: Seit 1955 steht die Familie Köck morgens auf, um köstliches Brot, Gebäck und Mehlspeisen zu machen. Vieles erledigen Dominik Köck, der den Betrieb bereits in dritter Generation führt, und sein Team immer noch in Handarbeit. Und den Unterschied schmeckt man in den 15 Standorten in der Steiermark und in Niederösterreich. Dominik Köck zu seiner Führungsphilosophie: „Der Umgang mit dem Team ist von großer Bedeutung. Wir möchten unseren über 80 Mitarbeiter:innen ein gutes Gefühl geben, wenn sie bei uns sind. Wir wertschätzen sie, wir sind flexibel und wir legen uns ins Zeug für sie. Früher kümmerte man sich hauptsächlich um die Qualität der Produkte, heute geht es auch stark um die Qualität des Miteinanders.“ Und seine Vision für die Zukunft? „Wir sind ein verlässlicher Arbeitgeber – seit 1955. Mir ist ganz wichtig, dass wir das auch weiterhin bleiben. Ich wünsche mir Stabilität und Verlässlichkeit. Höhenflüge erlaube ich mir, wenn sie kalkulierbar und vernünftig sind.“

www.baeckerei-koeck.at

Nicol und Denise Hirschegger
Nicol und Denise Hirschegger © Königshofer

Plastikfrei einkaufen

kreativ unverpackt OG

Nomen est omen. Mit ihrem „kreativ unverpackt“-Shop treffen Nicol und Denise Hirschegger genau den Puls der Zeit. Eröffnet im Februar 2023 im Herzen von Mürzzuschlag, findet man hier auf einer Geschäftsfläche von 225 Quadratmetern Lebensmittel, Hygiene- und Reinigungsmittel nachhaltig und plastikfrei zum Mitnehmen im eigenen Mehrweggebinde. Kaffee, Tee, Hülsenfrüchte, Nudeln sowie hausgemachte Marmeladen und Kompotte runden das Angebot ab. Im hauseigenen „Saftladen“ können frische Säfte und Kaffee direkt im Geschäft konsumiert oder im mitgebrachten Gefäß abgeholt werden. Aber auch für Bastelfans bietet der Laden alles, was das Herz begehrt: Geschenkbänder, Wolle, Stoffe, Perlen, Spezialpapiere, Kartons und vieles mehr.

www.instagram.com/kreativunverpackt.og/

Sabine Rinnhofer
Obfrau Sabine Rinnhofer © M. Thonhofer, beigestellt

Von Natur aus gut

NaturGut Mürz

Hier wird auf Regionalität und Nachhaltigkeit gesetzt. Das NaturGut Mürz ist ein Bauernladen, der mitten im Mürzzuschlager Stadtzentrum entstanden ist. 18 weitgehend regionale Bäuerinnen und Bauern aus dem oberen Mürztal verkaufen im Laden ihre Produkte. Die Stadtwerke Mürzzuschlag stellen dafür die Infrastruktur in der Wiener Straße 3 zur Verfügung. Ziel ist es, den Besuchern und Bewohnern die eigene Region auf den Teller zu bringen. Die Vision: die regionale Wertschöpfung zu fördern – das ist in dieser Form einzigartig in der Region. In diesem für alle Beteiligten wertschätzenden Rahmen können Kunden „bewusst und nachhaltig“ einkaufen. Foto: Obfrau Sabine Rinnhofer

naturgut-muerz.jimdosite.com

Obersteiermark Ost GmbH/Michael Könighofer
© Obersteiermark Ost GmbH/Michael Könighofer

STEIGERUNG VON STARK

Die östliche Obersteiermark steht für die perfekte Kombination aus Job und Privatleben. Eine gute Work-Life-Balance ist heutzutage für viele eine Anforderung an den Arbeitsmarkt. Die Obersteiermark bietet internationale Konzerne, nationale Vorzeigeunternehmen und regionale Größen auf der einen Seite. Dazu kommen Kultur-, Sport- und Freizeitangebote vor der Haustür sowie günstige Miet- und Kaufpreise von Immobilien und eine gute Verkehrsanbindung auf der anderen, die die Bezirke Leoben und Bruck-Mürzzuschlag zu einer rundum attraktiven Region machen.

Bahnjubiläen 2024

20 & 170 & 180 Jahre-Feier zur Eröffnung der ersten Staatseisenbahn Österreichs: Mürzzuschlag-Graz, die Eröffnung der Semmeringbahn und der 20. Geburtstag des SÜDBAHN Museums!

Nostalgiefest 09. Juni

Nach sechs Jahren Pause wird am Gelände des Bahnhofes Mürzzuschlag und des SÜDBAHN Museums wieder ein Nostalgiefest gefeiert – mit Sonderzügen, Oldtimertreffen und vielem mehr.

www.obersteierstark.at

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