Holz
Wald im Wandel
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Die Holzbranche steht vor einer grundlegenden Transformation, getrieben von Klimawandel, Fachkräftemangel und technologischen Innovationen. Die Projekte und Initiativen des Holzcluster Steiermark zeigen eindrucksvoll, wie Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können.
Die Auswirkungen des Klimawandels verändern die Zusammensetzung und Dynamik der Wälder. Mit dem Projekt „ForForestInnovation“, das vom Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) geleitet wird, wird diese Transformation in einer noch nie dagewesenen Weise erforscht. Basierend auf umfassenden Daten und mithilfe moderner Simulationsmethoden wird der Wald der Zukunft dargestellt – sogar in 3D, verfügbar per App.
Das Ziel: Waldbesitzer:innen und forstliche Beratungskräfte mit digitalen Werkzeugen auszustatten, die die nachhaltige Bewirtschaftung erleichtern. Gleichzeitig wird in Zusammenarbeit mit der Industrie geprüft, wie alternative Holzarten in einer sich wandelnden Umwelt genutzt werden können. „Nicht der Wald braucht uns, sondern wir brauchen den Wald“, betont Alexander Pinter, Geschäftsführer Holzcluster Steiermark, und unterstreicht damit die Bedeutung stabiler und nachhaltig bewirtschafteter Wälder.

Zukunft der Forstwirtschaft
Der Fachkräftemangel macht auch vor der Forstwirtschaft nicht Halt. Die Automatisierung bietet hier eine vielversprechende Lösung. Im Projekt „FutureWoodTrans – Sustainable Autonomous Forestry Logistics“, das unter der Leitung des Instituts für Fahrzeugtechnik der TU Graz gemeinsam mit dem Forstbetrieb Franz Mayr-Melnhof-Saurau, der Holzcluster Steiermark GmbH, dem ACstyria Mobilitätscluster, PALFINGER EPSILON, Siemens AG Österreich sowie den Instituten für Maschinelles Sehen und Darstellen, für Softwaretechnologie und für Technische Logistik der TU Graz gestartet wurde, arbeiten Forschungseinrichtungen und Unternehmen gemeinsam an voll-automatisierten Technologien für die Forstwirtschaft. Erste Tests laufen im Forstbetrieb Franz Mayr-Melnhof-Saurau. Dabei stehen sensorbasierte Objekterkennung, Robotik und automatisiertes Fahren im Fokus. Die Herausforderungen reichen von unwegsamem Gelände bis zu wechselnden Wetterbedingungen. Auch die robotergestützte Be- und Entladung von Holz wird erprobt. Dieses zukunftsweisende Projekt hat das Potenzial, die Forstwirtschaft nachhaltig zu transformieren, indem es innovative Technologien einführt, die sowohl die Effizienz steigern als auch die Sicherheit und Nachhaltigkeit in der Branche fördern.
„Wir als Holzcluster Steiermark haben das Ziel, steirische Unternehmen aus der Forst- und Holzwirtschaft auf ihrem Erfolgsweg zu unterstützen. Dabei zeichnet uns vor allem die Expertise und das Wissen über die Branche aus. Für die Beratung unserer Clusterpartner-Unternehmen steht im Holzcluster ein interdisziplinäres Team aus Architekt:innen, Ingenieur:innen, Innovationsmanager:innen und Kommunikationsexpert:innen zur Verfügung.“
Alexander PinterGeschäftsführer Holzcluster SteiermarkInnovation und Vernetzung
Der Holzcluster Steiermark ist das zentrale Innovations- und Netzwerkzentrum für die steirische Holzindustrie, die Forstwirtschaft und holzverwandte Technologien. Als Bindeglied zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Bildungsinstitutionen treibt der Cluster die nachhaltige Entwicklung der Branche aktiv voran und unterstützt seine Mitglieder dabei, zukunftsfähige Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu entwickeln.
Von der Waldbewirtschaftung über die Holzverarbeitung bis hin zu innovativen Endprodukten und digitalen Anwendungen – der Holzcluster deckt alle Bereiche der Holzindustrie ab. Zusätzlich werden Akzente im Bildungsbereich gesetzt. Forschungsprojekte werden gezielt initiiert und umgesetzt, um Ressourcen optimal zu nutzen, Prozesse zu modernisieren und die Kreislaufwirtschaft in der Holzbranche weiter auszubauen. Dabei setzt der Cluster auf enge Zusammenarbeit mit regionalen und internationalen Partnern, um Synergien zu schaffen und innovative Ansätze marktfähig zu machen.

Ein herausragendes Beispiel ist das Wood Vision Lab, ein von der Weitzer Group initiiertes Forschungszentrum mit einem Investitionsvolumen von 16 Millionen Euro. Hier wird Holz als Hightech-Material erforscht und zur Marktreife gebracht. Ein Highlight: Holzbauteile für die nächste Baureihe des ICE, die den Übergang von Prototypen zur industriellen Serienreife markieren.
Zusätzlich hat der Holzcluster ein bundesweites Bioökonomie-Netzwerk mitbegründet. Die klare Ausrichtung auf Ressourceneffizienz und Klimaschutz stärkt nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Holzindustrie, sondern auch deren Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaft.






