Finanz
Mit Handschlagqualität
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Steiermärkische-Sparkasse-Vorstandsmitglied Oliver Kröpfl © Werner Krug
Das Wirtschaftspotenzial in der Region Murau Murtal ist groß. Die Herausforderungen auch. Wie man diesen am besten begegnet und warum das Vor-Ort-sein als Finanzpartnerin den Unterschied macht, weiß Steiermärkische-Sparkasse-Vorstandsmitglied Oliver Kröpfl.
Was macht die Menschen in der Region Murau Murtal aus?
Oliver Kröpfl:Die Menschen in der Region sind extrem bodenständig und positiv. Hier zählt noch die Handschlagqualität der Unternehmer:innen. Und genau diese Mischung macht es so angenehm, in der Region Geschäfte zu machen.
Können Sie uns einen Überblick über die aktuelle wirtschaftliche Situation in der Region geben?
Die Region lebt von einem starken Branchenmix. Landwirtschaft, Industrie und Tourismus sind dabei sicher prägend. Von den aktuellen Herausforderungen wie Inflation oder schwacher Konjunktur sind alle betroffen. Trotzdem bin ich optimistisch, dass die Unternehmen diese Phase gut meistern werden.
Wie hat sich die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen entwickelt?
Die Bedeutung des persönlichen Gesprächs hat gerade in diesen herausfordernden Zeiten einen enormen Stellenwert. Vor allem die schnell gestiegenen Zinsen sind ein großes Thema. Gefragt sind daher oftmals Zinsabsicherungsprodukte, um mehr Planungssicherheit zu haben. Unsere Aufgabe ist es, dabei beratend und unterstützend zur Seite zu stehen. Das dichte Filialnetz sowie unsere Mitarbeiter:innen, die die Region kennen, sind ein Riesenvorteil.
Macht es jetzt noch Sinn, bei einer vorhandenen variablen Kreditverzinsung auf einen Fixzinssatz umzusteigen?
Ja und nein. Man muss sich die Sinnhaftigkeit wirklich ganz genau von Fall zu Fall anschauen. Mit einer Fixverzinsung verpflichtet man sich ja doch über einen längeren Zeitraum hinweg. Die Europäische Zentralbank hat wieder ein Sinken der Zinsen im Laufe des Jahres 2024 angekündigt.
Die Steiermärkische Sparkasse setzt stark auf die regionale Verwurzelung. Ist das in Zeiten der Digitalisierung noch zeitgerecht?
Digitalisierung ist wichtig. Dem tragen wir mit unserer George-Welt, die wir im vergangenen Jahr um George Business erweitert haben, Rechnung. Trotzdem kann Digitalisierung nie die persönliche Ebene ersetzen.
Ein klares Commitment zur Region also?
Ganz klar. Und das zeigen wir auch durch Modernisierung bestehender Filialen wie aktuell in Knittelfeld oder durch unsere Kooperationen in der Region, wie beispielsweise die Unterstützung bei der Umsetzung des neuen Pilgerpfads in Seckau.
Die Abwanderung gerade junger Leute ist oftmals Thema. Welche Schritte setzt die Steiermärkische Sparkasse, um als Arbeitgeberin attraktiv zu sein?
Die junge Generation sieht, dass wir einerseits einen starken digitalen Auftritt haben und andererseits für ein modernes, regionales Arbeitsumfeld sorgen. Daher waren wir und sind wir auch aktuell zufrieden, wenn es darum geht, neue Mitarbeiter:innen zu rekrutieren und zu halten.






