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Mehr Finanzbildung für Frauen
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Ulrike Bierent, Gabi Lechner, LR Simone Schmiedtbauer und Ariane Pfleger (v. l.) © Land Steiermark/Binder
Sparen ist eine Tugend, die Frauen wohl besser beherrschen. Doch wahre finanzielle Unabhängigkeit erfordert mehr als nur Sparsamkeit. Damit Frauen und Mädchen ihre finanzielle Zukunft selbst in die Hand nehmen, gibt es nun einen Maßnahmenmix für mehr Finanzbildung.
Frauen und Mädchen sind oft benachteiligt, wenn es um Finanzwissen und -ressourcen geht. Eine neue Initiative in der Steiermark will das nun ändern und bietet gezielt für Frauen und Mädchen themenrelevante Vorträge, Broschüren und Beratungen an. Gerade weil das Wissen rund um Geldmanagement Frauen dabei hilft, in der Zukunft unabhängig zu sein, appellieren Frauenlandesrätin Simone Schmiedtbauer, Wirtschaftskammer-Vizepräsidentin Gabi Lechner, Raiffeisen-Landesbank-Vorstandsdirektorin Ariane Pfleger und Ulrike Bierent von den steirischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen, sich aktiv mit dem Thema Finanzen zu beschäftigen. Denn in einer Welt, in der wirtschaftliche Unsicherheiten an der Tagesordnung sind, ist Wissen über Finanzen der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben.
„Wir wollen die Initiative ,Finanzfrau‘ auf jeden Fall fortsetzen.“
Veranstaltungsreihe „Finanzfrau“ klärt auf
Die neue Initiative zur Förderung der Finanzbildung von Frauen und Mädchen soll ein umfangreicher Maßnahmenmix für mehr Finanzbildung sein und dieses Wissen über mehrere Wege zugänglich gemacht werden – etwa mit der Veranstaltungsreihe „Finanzfrau“, die beispielsweise im Jahr 2024 bei sieben Veranstaltungen in der Steiermark rund 1.000 Frauen erreicht hat. In Vorträgen zu Beruf, Gehaltsverhandlungen, Geldanlage und anderen Finanzthemen wurde gezeigt, wie diese Faktoren gegen Altersarmut wirken können. „Wir wollen diese Initiative auf jeden Fall fortsetzen“, betonte Simone Schmiedtbauer. Ab dem 13. Februar 2025 geht die Reihe in die nächste Runde, um noch mehr Frauen Zugang zu Finanzbildung zu ermöglichen.
„Es ist mir ein großes Anliegen, Frauen für das Unternehmertum zu begeistern.“
Doch damit nicht genug. Der Dachverband der steirischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen hat eine Broschüre veröffentlicht, die praktische Tipps für den Umgang mit Finanzen bietet. Ein Highlight ist das Prognose-Tool der Pensionsversicherung, mit dem Frauen ihre zukünftige Pension in verschiedenen Szenarien berechnen können.
„Es ist entscheidend, offen und auf Augenhöhe über Geld zu sprechen.“
„Es ist entscheidend, in der Beziehung offen und auf Augenhöhe über Geld zu sprechen“, betonte Ulrike Bierent und lud alle Frauen ein, die „Finanzfrau“ zu besuchen oder sich beraten zu lassen. Aber auch Banken sollen erste Anlaufstelle in Sachen Finanzwissen sein. Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark etwa setzt sich aktiv für die finanzielle Bildung von Frauen ein. „Ein selbstbestimmtes (Finanz-)Leben im Sinne der ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘ ist eine Kernidee von Raiffeisen“, erklärte Ariane Pfleger. Mit Maßnahmen wie der Erstellung von Anspar- und Investitionsplänen und dem „fit2invest“-Finanzsimulator unterstützt die Bank Frauen dabei, ihre finanzielle Unabhängigkeit zu stärken.
„Ein selbstbestimmtes (Finanz-)Leben ist eine Kernidee von Raiffeisen.“
Unternehmertum wagen
Ein neuer Partner der Veranstaltungsreihe „Finanzfrau“ im Jahr 2025 ist „Frau in der Wirtschaft“ der Wirtschaftskammer Steiermark. „Es ist mir ein großes Anliegen, Frauen für das Unternehmertum zu begeistern“, sagte Gabi Lechner. Die Initiative zielt darauf ab, Frauen von Einkommens- und Altersarmut fernzuhalten und sie für finanzielle Themen zu sensibilisieren. Die vorgestellten Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt, um Frauen und Mädchen in der Steiermark zu stärken und ihnen die Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie für ein selbstbestimmtes und finanziell sicheres Leben benötigen. Mit diesem Maßnahmenmix wird ein umfassendes Angebot geschaffen, das Frauen ermutigt, ihre finanzielle Zukunft aktiv zu gestalten.






