Holz
Wälder zukunftsfähig gestalten
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- Klimaschutz
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Forstexkursion im Wald der FAST Pichl mit Sektionschefin im BMLUK Elfriede Moser (vorne, 1. v. l.) und LK-Präsident Andreas Steinegger © Vielfalt braucht Bewirtschaftung
Zwischen Nutzung, Schutz und Verantwortung.
Als Interessenvertretung der WaldbewirtschafterInnen stehen wir heute vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits müssen die Wälder als Wirtschaftsraum zur Bereitstellung des Rohstoffes Holz und anderer Ressourcen genutzt werden, andererseits werden sie stärker denn je als ökologische Schutzräume und gesellschaftliche Erholungsorte betrachtet. Diese wachsenden Anforderungen erfordern nicht nur fachliche Expertise, sondern eine starke, strategisch ausgerichtete Vertretung der Waldbewirtschafterinnen und Waldbewirtschafter – und damit des Eigentums.
Zukunftsfähige Waldwirtschaft
Zukunftsfähig bedeutet für uns vor allem, rasch auf Veränderungen zu reagieren und den Wandel aktiv mitzugestalten. Der Klimawandel wirkt sich massiv auf die Stabilität der Wälder aus: Stürme, Trockenheit und Schädlinge hinterlassen auch in der Steiermark deutliche Spuren. Daher wird für uns das vorausschauende Handeln immer wichtiger. Mithilfe der dynamischen Waldtypisierung können wir für jeden Standort fundierte Empfehlungen für eine geeignete, klimafitte Baumartenwahl geben. Die Förderung stabiler Waldbestände, der Ausbau klimaangepasster Bewirtschaftungsmethoden und der Mut zu neuen Wegen – etwa durch digitale Monitoring-Systeme, den Einsatz von Drohnen, die Umsetzung innovativer Holzvermarktungssysteme – tragen dazu bei, für die Zukunft gerüstet zu sein.
Interessen wirksam vertreten
Gleichzeitig müssen die Interessen der Waldbewirtschafter auf politischer Ebene konsequent wahrgenommen und wirksam vertreten werden – sowohl national als auch auf europäischer Ebene in Brüssel. Zu oft geraten die vielfältigen Leistungen der Waldbewirtschaftung – von der CO2-Bindung über die Biodiversitätsförderung bis zur Erhaltung in der Waldfunktionen – in den Hintergrund. Darum setzen wir auch in Zukunft auf transparente Kommunikation, offensives Faktenwissen und klare Positionen, wenn es darum geht, überwirtschaftliche Leistungen abzugelten. Mit der Medienkampagne „Vielfalt braucht Bewirtschaftung“ erklären wir, warum Waldwirtschaft keinen Widerspruch zum Naturschutz darstellt, sondern eine Voraussetzung für stabile, vitale und anpassungsfähige Wälder ist.
„Was wir pflegen, bleibt vielfältig. Was wir gestalten, bleibt bestehen. Mit Verantwortung. Mit Wissen. Mit Respekt.“
ÖR Andreas SteineggerPräsident der Landwirtschaftskammer Steiermark © LK Stmk/FuchsWirtschaftliche Ertragskraft sichern
Ziel ist es, durch Beratung, Förderung und Schulung die wirtschaftliche Ertragskraft der Betriebe zu sichern und weiterzuentwickeln. Unsere Förster und Forstreferenten leisten dabei einen wesentlichen Beitrag. Ein besonderes Augenmerk gilt der Aus- und Weiterbildung. Die Zukunft der Wälder hängt ganz besonders von einer aktiven Wissensvermittlung ab. Fachliche Kompetenz, kritisches Denken und digitale Fähigkeiten sind die Grundlage für langfristige, nachhaltige Entscheidungen – insbesondere für die nachfolgende Generation. Über einen breiten Pool an Bildungsangeboten für den Forst-, Holz- und Energiebereich erreichen wir über unsere forstliche Ausbildungsstätte Pichl im Mürztal jährlich rund 5.000 Personen.
Kooperationen stärken
Es ist auch entscheidend, Allianzen zu bilden. Im Schulterschluss mit den Land- und Forstbetrieben, den Waldverbänden, dem Forstverein, wissenschaftlichen Institutionen, Ausbildungsstätten und den Marktpartnern entlang der Wertschöpfungskette Forst und Holz bilden wir eine starke Stimme, um die Bewirtschaftung der Wälder langfristig resilient und zukunftsfähig zu halten.






