MARKE Steiermark
Eine Region zum Bleiben
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© Obersteierstark/Königshofer
Wie wird die östliche Obersteiermark erlebt? Das Regionalmanagement Obersteiermark Ost hat eine Studie durchgeführt, die zeigt, warum die Region für Zuzügler:innen eine attraktive Destination darstellt – und wo noch Verbesserungspotenzial gegeben ist.
Unter dem Titel „Ankommen, um zu bleiben: Internationale Zuzügler:innen in der östlichen Obersteiermark“ wurden von Jänner bis November des Vorjahres 24 Personen befragt. Durchgeführt wurde die Studie von L&R Sozialforschung im Auftrag der Regionalmanagement Obersteiermark Ost GmbH. Relevant ist die Studie deswegen, weil objektiv Arbeitskräftebedarf da ist, der demografisch nicht in Österreich abgedeckt werden kann. Dabei wurde in drei Fokusgruppen eingeteilt: zwei Fokusgruppen bestanden aus internationalen Fachkräften, eine weitere aus Human Resources-Manager:innen und Stakeholdern der Region.
Besprochen wurde mit den Teilnehmenden außerdem, warum internationale Zuzügler:innen die Bezirke Bruck-Mürzzuschlag und Leoben als Zielregion auswählen, wie ihnen das Ankommen gelingt und was sie in der Region hält. Aber auch subjektive Gründe für eine Abwanderung wurden abgefragt, sodass insgesamt sowohl positive Aspekte als auch Herausforderungen beleuchtet wurden. Die Ergebnisse wurden in sieben Punkte unterteilt:

Arbeit
Die Region bietet eine breite Palette an Beschäftigungsmöglichkeiten, insbesondere in (hoch-)spezialisierten Branchen (z. B. Bergbau, Metallindustrie, Maschinenbau, Elektronik), und eine schnelle Integration in Arbeitsprozesse. Dennoch stellt Deutsch als Arbeitssprache eine Herausforderung für Zuziehende dar.
Bildung
In der Region sind viele Weiterbildungsmöglichkeiten vorhanden. Allerdings ist auch hier die Sprachbarriere ein Thema. Wie in Österreich gesamt, kann das Angebot an Kindergarten- und Krippenplätzen ausgebaut werden.
Wohnen
In der östlichen Obersteiermark mangelt es nicht an leistbarem Wohnraum in Gegenden, die sowohl ländlich als auch städtisch sind. Allerdings fehlt es teilweise an Informationen zu verfügbarem Wohnraum sowie zu allgemeinen Wohnthemen wie Rechten und Pflichten von Mieter:innen.
Versorgung
Die Region bietet eine gute Grundversorgung mit Lebensmitteln (besonders aus der Region), Konsumgütern, Gesundheitsdiensten und anderen Dienstleistungen. Vermisst wird ein international breiter gefächertes Gastronomieangebot.
Erholung
Die Region kann mit viel Natur und zahlreichen Outdoor-Aktivitäten sowie Erholungsmöglichkeiten überzeugen, doch auch hier wurde die Sprachbarriere als Problem genannt.
Mobilität
Die Obersteiermark ist gut angebunden an wichtige Städte (Wien, Graz, Salzburg) und im Vergleich zu manchen Herkunftsregionen sind die Wege zwischen Wohn- und Arbeitsort kurz. Die Verbindungen in die ländlichen Gebiete der Region könnten laut den Befragten intensiviert werden.
Gemeinschaft
Es gibt oft lokale Communitys (etwa in Form von Social-Media-Gruppen), die als „Door Opener“ fungieren und beim Ankommen helfen. Teilweise fühlten sich die Fokusgruppen-Teilnehmer:innen von der lokalen Bevölkerung und insbesondere Arbeitskolleg:innen sehr gut unterstützt, teilweise werden sprachliche und kulturelle Unterschiede als Barrieren empfunden.
Auf der Website www.obersteiermark.at finden sich sämtliche Informationen zum Leben und Arbeiten in der Region.
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