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Wirtschaftliches Wachstum durch Innovation und Kollaboration

Unterressort
Energie
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3 min
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© Shutterstock

Wie trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage Wachstum durch Innovation und Kollaboration möglich ist, was es braucht, um eine „Green Future“ voranzutreiben, und wo heimische Umwelttechnologie-Unternehmen gemeinsam mit Forschungs­einrichtungen international Benchmarks setzen.

Die ökonomische Großwetterlage in Österreich zeigt sich, wie auch im Rest Europas, weiterhin deutlich eingetrübt. Wie kann dennoch regionale Wertschöpfung als Basis für Wohlstand im Land vorangetrieben werden? Bernhard Puttinger, Geschäftsführer des Green Tech Valley Clusters, nennt hier zwei wesentliche Faktoren: „Wachstum braucht Forschung und Kollaboration.“ Gemeinsam wächst also grüne Zukunft.

Green-Tech-Märkte wachsen umzehn Prozent

Ein Leitspruch, der unter den 300 Cluster-Partnern in der Steiermark, Kärnten und dem Burgenland mit rund 2.500 Forschenden gelebt wird. Das unterstreicht der Blick auf die Zahlen: So gaben laut letzter Erhebung 90 Prozent der Green-Tech-Unternehmen an, mittelfristig mit klarem oder starkem Wachstum zu rechnen. Die globalen Märkte für grüne Technologien wachsen laut Roland Berger rund zehn Prozent pro Jahr, bis 2030 sollen sich diese auf 12 Billionen Euro steigern. Puttinger: „Unsere Unternehmen partizipieren hier in verschiedenen Disziplinen mit ihren Innovationen und Leuchtturmprojekten.“

Leuchttürme für Innovationen

Leuchttürme zu generieren, bedarf interdisziplinärer Zusammenarbeit aus Wissenschaft und Wirtschaft. Das Green Tech Valley erweist sich fruchtbarer Boden, finden sich hier doch alle zehn „grünen“ Forschungszentren des COMET-Spitzenprogramms. Ein Leuchtturm, der bereits international für Aufsehen sorgt, entsteht aktuell unter taktkräftiger Mithilfe des Green Tech Valley: Investitionen von 578 Millionen Euro in der Steiermark, Oberösterreich und Kärnten bis 2030 lassen das erste europäische Wasserstoff-Valley mit Fokus auf Industrie entstehen. Die Projekte umfassen die gesamte Wertschöpfungskette – von der Erzeugung über den Transport bis zur Speicherung und Anwendung von grünem Wasserstoff. Geplant sind neue Anlagen, die mehr als 10.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr erzeugen sollen. Eine Zukunftstechnologie, die in wenigen Jahren breiten Einsatz erfahren wird, so Puttinger: „Die Industrie rechnet, bereits in zehn Jahren mehr Wasserstoff als Strom zu benötigen.“

Chancen für Wachstum

Der Cluster selbst fokussiert für die neue Periode 2025–2030 seine Strategie auf fünf Handlungsfelder: klimaneutrale Produktion, grüner Wasserstoff, KI-basierte Energielösungen, digitalisierte Kreislaufwirtschaft und geschlossene Materialkreisläufe. „Im Cluster entwickeln wir gemeinsame Innovationsprojekte, zeigen neue Geschäftsmodelle, Trends und Märkte auf und initiieren Kollaborationen“, so Puttinger.

Bernhard Puttinger, Geschäftsführer Green Tech Valley Cluster
Bernhard Puttinger, Geschäftsführer Green Tech Valley Cluster © Foto Fischer

Internationale Erfolge von Valley-Unternehmen zeugen von der Wirksamkeit starker Zusammenarbeit, etwa die beiden 100-MW-Anlagen der ANDRITZ AG für grünen Wasserstoff in Deutschland, die erste SynCycle-Referenzanlage der BDI in Tarragona, der Komptech-“Terminator“, der in Indien einen 88.000-Tonnen-Müllberg eliminiert, bis zum unterirdischen Großwärmespeicher unter dem Lead der AEE INTEC. Hinzu kommen viele wissenschaftliche Meilensteine, zuletzt das Montanuni-Start-up Cairos, das die grüne Gasproduktion massiv ausbauen könnte, die Forschenden der TU Graz, die aus Alttextilien Kartonagen machen, oder das acib, das mit Bakterien wertvolle Metalle aus Batterien im Recyclingprozess holt.

How Green Future Grows

Das Portfolio für eine coole Zukunft für Unternehmen und den Planeten wird gerade auch durch engagierte Gründer:innen ständig vorangetrieben. Start-ups profitieren mehrere Wochen lang von umfangreicher Betreuung im Sommer-Business-Bootcamp, dem Green Tech Summer. Die Green Startupmark beschleunigt in der Obersteiermark das Wachstum junger Firmen im Nachhaltigkeitsfeld und unterstützt damit regionale Betriebe in ihrer grünen Transformation. „Nicht zu vergessen: Green Utopia – made in Green Tech Valley. Zum dritten Mal visualisieren Studierende hier Forschungsleistungen der steirischen Unis“, erklärt Puttinger. Allesamt Beispiele für junge Visionen, die das Zeug dazu haben, die Zukunft lebenswerter zu gestalten.

Was es für diese Zukunft ebenso braucht, sind Menschen mit entsprechenden Qualifikationen. Puttinger: „Green Skills werden quer über beinahe sämtliche Berufsgruppen benötigt. GreetA, die Green Transformation Academy Austria, hat deshalb die österreichweiten Aus- und Qualifizierungsangebote im Nachhaltigkeitsbereich digital bereitgestellt.“

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