Der Holzweg aus der Klimakrise
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© proHolz Steiermark
Mit einer CO2-bindenden Installation macht proHolz ab 20. Juni in Graz auf die Vorteile des Holzbaus aufmerksam. Gerade in der Stadt kann der natürliche Baustoff sein größtes Potenzial für die Bewältigung der Klimakrise entfalten.
Vier Holztore, herausgeschnitten aus großen Holzblöcken: Die eindrucksvolle Installation namens "Woodpassage"
macht von 20. bis 30. Juni am Grazer Hauptplatz Station, nachdem sie schon in München, Basel oder Wien zu Gast war. 13 Kubikmeter Holz stecken in diesem Gebilde mit 4,32 Metern Breite, 4,32 Metern Höhe und gesamt 8,65 Metern Länge. Es soll versinnbildlichen, wie der Wandel vom Baum zum Haus schrittweise vollzogen wird. „Ziel der Installation ist es, diese Transformation als die Basis für Bauen mit Holz begreifbar zu machen sowie die damit verbundenen ökologischen Vorteile aufzuzeigen“, sagt Paul Lang, der Obmann von proHolz Steiermark.
proHolz hat für Ende Juni die „Wald-Holz-Klimatage“ ausgerufen, gemeinsam mit Vertretern aus der Politik, den Beteiligten an der Holzwertschöpfungskette und den Ausbildungsstätten, die sich dem Holz widmen. Besonders die Chancen für das Klima, die das Holz bringt, sollen während dieser Zeit deutlich gemacht werden. „Im Holz der "Woodpassage" sind etwa 13 Tonnen CO2 auf Dauer gebunden. Das entspricht dem Schadstoffausstoß eines Pkws in acht Jahren. Die Menge an Holz, die dafür verwendet wurde, wächst in Europas Wäldern in nur einer halben Sekunde wieder nach“, rechnet Lang vor. Grund genug, um wieder mehr Aufmerksamkeit für die wichtige Rolle des Holzes beim Klimaschutz zu erzeugen.
Aus der Krise „herausbauen“
Besonders im Bausektor besteht insofern noch großes Potenzial. „Global ist der Bausektor für rund 40 Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Wenn Holz als Baustoff eingesetzt wird, bindet dieses das klimaschädliche Gas langfristig – und die Atmosphäre wird entlastet. Eine Riesenchance, um uns aus der Klimakrise herauszubauen“, sagt Doris Stiksl, die Geschäftsführerin von proHolz Steiermark. Sie weist darauf hin, dass Holz bei der Produktion – wenn es also im Wald wächst – keine Schadstoffe erzeugt. Im Gegenteil – es bindet CO2 und erzeugt dabei noch Sauerstoff. Und einen Baustoff, der gerade in Städten eine wichtige Funktion erfüllen kann: „Durch Bauen mit Holz entsteht in unseren Städten ein zweiter Wald. Anstelle der geernteten Bäume wachsen neue Bäume nach, die der Umgebungsluft wieder aktiv CO2 entziehen. Weitere CO2-Reduktionseffekte werden erzielt, weil Holz Baustoffe aus endlichen Ressourcen ersetzt und deren CO2-Emissionen vermeidet“, sagt Stiksl.
Sie sieht für Städte besonderes Potenzial für den Holzbau: „Hier findet die höchste Bautätigkeit statt. Mit dem nachwachsenden Material Holz können gesunde, klima- und ressourcenschonende Häuser errichtet werden. Die Klimaziele erfordern sofortige CO2-Einsparungen. Der Holzbau ist ein wesentlicher Schlüssel dazu“, sagt Stiksl.
Doris Stiksl, Geschäftsführerin proHolz Steiermark
Fotos: Werner Krug, Christian Hartlmaier, proHolz Steiermark, Alex Schmidt






