Große Pläne
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Bürgermeisterin Roswitha Glashüttner © Thomas Luef
Liezen, Tor zum Ennstal und vielen als Durchzugsort auf dem Weg ins Skigebiet bekannt, macht sich zukunftsfit. Bürgermeisterin Roswitha Glashüttner spricht über die Herausforderungen.
Der Bevölkerungsstand in der Bezirkshauptstadt Liezen ist relativ konstant. Dennoch gilt es, die Stadt für die Bürger attraktiv zu gestalten. Wie man das erreichen will, erklärt Bürgermeisterin Roswitha Glashüttner.
Ist Liezen eine Region der Weggeher oder Rückkehrer?
Glashüttner: Mit der Gemeindezusammenlegung vor vier Jahren haben wir mehr Bevölkerung dazubekommen, doch es kommen auch immer mehr Personen in die Region zurück. Liezen ist eine Stadt der kurzen Wege, alles ist zu Fuß erreichbar, wir haben Berge, Seen, Skigebiete, in Summe ist es die lebenswerte Umgebung, die Menschen zu uns ziehen lässt.
Welche Themen sind dabei wichtig?
Zunächst gilt es, leistbaren Wohnraum zu schaffen. Wir sind gut aufgestellt bei Seniorenwohnungen, es gibt immer mehr ältere und alleinstehende Personen. In Weißenbach und Liezen haben wir zwei Häuser für betreutes Wohnen, die ausgelastet sind. Wohnraum braucht es auch für Jungfamilien. Ganz wichtig ist uns die Innenstadtbelebung, wir wollen, dass sich noch mehr Geschäfte ansiedeln. Mit unserer Innenstadtförderung, die gestaffelt und nach oben hin gedeckelt ist, unterstützen wir in der Startphase. Seit zwei Jahren haben wir dieses Programm, bis auf ein Geschäft haben noch alle offen.
Was wünschen sich die Bürger von einer Stadt wie Liezen?
Menschen wollen verweilen, genießen, sie wollen Unterhaltung. Dem kommen wir heuer mit der Sommerbühne nach. Sie hat viel Geld gekostet und bietet in der Fußgängerzone über zwei Monate tolle Veranstaltungen. Wir hoffen, damit mehr Menschen, auch von außerhalb, anlocken zu können.
Wie ist Liezen im Bereich Bildung aufgestellt?
Breit und sehr gut, eine Fachhochschule etwa in Richtung Elektrotechnik würde noch gut zu uns passen. Das gewährleistet schließlich auch Zuzug und die Ansiedlung weiterer Betriebe. Auch hier sind wir gut aufgestellt, unser Wirtschaftspark ist voll ausgelastet.
Was sind die großen Pläne?
Wir müssen das Zentrum stärken, am Hauptplatz wird gerade ein altes Café zu einem neuen Zentrum umgebaut. Wir werden den Hauptplatz umgestalten, der Bauernmarkt wird einen neuen Platz finden. Wir brauchen zudem mehr Parkplätze. Eine Tiefgarage ist Thema, dafür gibt es aber noch keine konkreten Pläne. Gewünscht wird es, auch und gerade unter dem Aspekt der Verkehrsberuhigung.
Apropos Verkehrsberuhigung. Wird es eine Umfahrung geben?
Es wurde der Beschluss gefasst, den Ausbau der B320 zu fördern und unter gewissen Kriterien auch einer Umfahrung zuzustimmen, allerdings nur so weit wie möglich im Süden. Wir müssen hier etwa die Bewohner in der Gartenhaussiedlung oder die im Westen schützen. Unser Problem ist der Schwerverkehr, es gibt bereits eine Petition, dass der wegkommen soll. Wir denken da an ein komplettes Fahrverbot, nicht nur in der Nacht. Das große Problem sind die Mautflüchtlinge.






