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Regionalität als gelebtes Thema

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Regionalität

© Eva trifft Fotografie

Der Wert einer guten heimischen Lebensmittelproduktion hat sich in der Krise zunehmend verstärkt, auch aus Konsumentensicht: Regionale Nachhaltigkeit wird zum neuen Schlagwort unserer Gegenwart. Spar Steiermark-Geschäftsführer Christoph Holzer im Gespräch.

Herr Holzer, was hat sich bei Spar in der Krise getan, welche Learnings gibt es?
Die ersten Märzwochen waren sehr intensiv. Wir konnten aber schließlich alles sehr gut abwickeln und alle Verordnungen gut umsetzen. Die Kunden haben sich beim Einkaufen gut verhalten und setzen die Maßnahmen wie das Tragen der Masken weitgehend problemlos um. Für mich persönlich waren die letzten Wochen eine schöne Bestätigung dafür, dass wir unsere Arbeit für die Versorgung der Menschen mit den letztlich wichtigsten Produkten machen und dass ich diese Arbeit im richtigen Unternehmen machen darf.

Wo musste umgedacht werden?
Unsere Supermärkte, die ja einen wichtigen Faktor in puncto -Versorgungssicherheit darstellen, waren natürlich während der ganzen Zeit geöffnet. Wir haben in Bereichen wie unserem Lager 40 zusätzliche Mitarbeiter aufgenommen, um unsere Märkte gut versorgen zu können. In der Verwaltung in der Spar Zentrale haben wir sehr viele Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt, was auch sehr gut funktioniert hat. Auch das Abhalten von Meetings mittels Videokonferenz ist inzwischen zur Routine geworden.

Lernen aus der Krise – sind neue Ideen und Abläufe entstanden?
Durch die Krise sind neue Lieferantenpartnerschaften entstanden, etwa mit der Firma Prem. Da ihr Haupt-Vertriebskanal, die Gastronomie, eingebrochen ist, vertreiben wir die steirischen Kulmlandeier nun über unsere Spar-Standorte. Was ebenfalls spürbar war, ist die Wertschätzung seitens der Kunden für unsere Mitarbeiter und wie wichtig eine krisensichere Versorgung für die Menschen ist. Die Krise hat gezeigt, wie wertvoll der stationäre Lebensmitteleinzelhandel ist und dass er natürlich auch krisensichere Arbeitsplätze bietet.

„Produkte aus der Region sind seit jeher ein wichtiger Erfolgsfaktor von SPAR.“

Christoph Holzer,
Geschäftsführer SPAR Steiermark und Südburgenland

© Werner Krug

Stichwort „Nachhaltigkeit“ – wird in Zukunft noch mehr Fokus auf dieses Thema gelegt?
Als zu 100 Prozent österreichisches Familienunternehmen ist uns ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen seit jeher wichtig. Wir haben in den letzten Jahren eine Vielzahl an Maßnahmen zum Thema „Gemeinsam Plastik sparen mit Spar“ gesetzt. Mit Anfang März starteten wir sehr erfolgreich mit dem Verkauf unserer „Spar Natur*pur Bio Bergbauern Milch“ in der Mehrweg-Glasflasche. Bereits am ersten Tag haben wir über 25.000 Flaschen verkauft. Seit Ende April sind nun auch die beliebtesten Durstlöscher – Sodawasser, Apfelsaft, Orangensaft, Cola und Kräuterlimo – unter der Spar Qualitätsmarke in der umweltfreundlichen 1-l-Mehrwegflasche erhältlich. Abgefüllt werden diese in Niederösterreich. Die leeren Flaschen samt Kisten können bei allen Leergutautomaten retourniert werden.

Regionalität war immer schon ein Schlagwort bei Ihrem Unternehmen.
Regionalität ist seit Jahrzehnten ein sehr wichtiges und intensiv gelebtes Thema. Aktuell führen wir 3.886 steirische Produkte von 437 steirischen Produzenten und suchen ständig nach neuen Produkten und Lieferanten. Die Konsumenten haben ein deutlich größeres Interesse an heimischen Lebensmitteln, denn diese stehen für Qualität und absolute Frische. Regionalität bedeutet auch Saisonalität: Im April konnten wir bereits die Salatsaison einläuten. Dann folgte der steirische grüne und weiße Spargel von den „jungen wilden Gemüsebauern“, ab Mitte Mai dürfen wir uns auf die steirischen Erdbeeren freuen.

Wie wichtig ist Regionalität aus Konsumentensicht?
Gerade jetzt bestätigt sich natürlich die große Bedeutung einer regionalen Versorgungssicherheit. Ich hoffe, dass alle Menschen in der Steiermark auch nach der Krise das Bewusstsein bewahren, wie wichtig eine heimische Lebensmittelproduktion mit frischen, saisonalen und geschmackvollen Lebensmitteln mit hoher Qualität ist, mit der auch eine dauerhafte Versorgungssicherheit gewährleistet ist. Durch den Kauf heimischer Produkte wird auch der Fortbestand unserer bäuerlichen Betriebe gesichert sowie tausende Arbeitsplätze in der Produktion.

Essen gut, Umwelt gut – Spar Steiermark setzt auf Regionalität und Nachhaltigkeit.
Essen gut, Umwelt gut – Spar Steiermark setzt auf Regionalität und Nachhaltigkeit. © Eva trifft Fotografie

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