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Handwerk

Schnittige Erfolgsstory

Ressort
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3 min
Edel_WildWuchs

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Seit genau 100 Jahren steht der Name Gröbl für Qualität im Friseursektor. Zuerst in Graz, heutzutage international als „Edel WildWuchs“. Nun beschreiten Christopher und Dimitri Gröbl neue Wege.

Alles begann mit einem Mann und seinem Traum, Friseur zu werden. Rudolf Gröbl gründete 1922 in der Volksgartenstraße 7 in Graz seinen Herren- & Damen-Frisiersalon. Zu dieser Zeit war er mit neuesten Techniken und Verfahren ein Vorreiter in der Branche und das Geschäft boomte. Rudolfs Frau Hermine Schwarzl war ebenfalls Friseurin und das Paar prägte die Grazer Friseurbranche. Der Zweite Weltkrieg veränderte jedoch vieles. Am 1. November 1944 wurde der Friseursalon von einer amerikanischen Fliegerbombe getroffen. Zum Glück waren keine Opfer zu beklagen, das Geschäft musste jedoch umsiedeln. Die wenigen verbleibenden Einrichtungsgegenstände wurden in die Annenstraße 33 gebracht, wo der „Herren & Damen Frisiersalon Gröbl“ entstand. Der Krieg und die Inflation änderten jedoch nichts an der Nachfrage der Bevölkerung. Geld war aber nichts mehr wert, darum wurde der Tauschhandel eingeführt: ein Laib Brot für einen Haarschnitt, drei Liter Milch für eine Dauerwelle. Einige Jahre später kam der wirtschaftliche Aufschwung und die Gröbls expandierten 1949 bis 1950 in die Hans-Sachs-Gasse 10.

Zweite Generation: Es geht bergauf

Mit Bernd Rudolf Gröbl stieg die zweite Generation 1958 als Friseurlehrling in das Geschäft mit ein. Er kam viel herum: Neben zahlreichen Seminaren in Hamburg arbeitete er zwei Jahre als Friseur auf der Hamburg-Amerika-Linienschifffahrtsroute. 1973 übernahm er in Graz das Unternehmen. Das Geschäft in der Hans-Sachs-Gasse benannte er in „Frisur und Pflege bei Bernd“ um, wo er auch seine Frau Brigitte kennenlernte. In den darauffolgenden Jahren florierte das Geschäft und es wurden neue Maßstäbe in der Branche gesetzt. Eine gute Freundschaft und Zusammenarbeit mit Hans und Kurt Schwarzkopf führte zu einer gemeinsamen Stärkung. Die Filiale in der Annenstraße wurde von Bernd Rudolfs Bruder Peter Gröbl geführt. In der Keplerstraße entstand unter der Leitung von Peters Sohn „Petzi“ Gröbl und dessen Mutter Gerti 1984 ein dritter Standort.

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Dritte Generation: Neuer Wind

Zum Jahrhundertwechsel im Jahr 2000 begann die Karriere von Christopher Gröbl, Bernd Rudolfs Sohn. Nach der internationalen Friseur-Fachhochschule IFS Meininghaus in Deutschland kam er in ganz Europa herum. Mit 19 Jahren übernahm der Youngster die Filiale in der Annenstraße und gründete das neue Konzept „WildWuchs“. Zeitgleich arbeitete er zwei Jahre in Wien bei Schwarzkopf Professional. 2005 übernahm er auch den Standort in der Hans-Sachs-Gasse, den er in „Edel WildWuchs“ umbenannte.

In den folgenden Jahren machte sich Chris­topher Gröbl als Fachtrainer und aufsteigender Session-Stylist in der Medienbranche einen Namen. Schließlich verkaufte er nach einigen Jahren den Standort in der Annenstraße und optimierte das gesamte Unternehmen. Auch politisch engagierte er sich im Wirtschaftsbund, diversen Innungs-Ausschüssen und der ÖVP. Zeitgleich intensivierten sich die Kooperationen mit den Medien und 2014 entstand das Partnerunternehmen „Prontolux – Foto Film & Mietstudio“. In weiterer Folge entstand mit der Hairdressing- und Mode-Kollektion Xcessive die erste Flagship-Marke.

2008 stieg Christophers Bruder Dimitri zur Verstärkung mit ein. Das Brüder-Duo hat zwar eine ähnliche Ausbildung und Laufbahn durchlaufen, ergänzt sich aber auch optimal: Während Dimitri 2012 Geschäftsführer von Edel WildWuchs wurde und in Graz die Stellung hielt, war Christopher beruflich in der Weltgeschichte unterwegs. Dimitri legte zudem eine Laufbahn in der Fachabteilung bei Schwarzkopf Professional hin und setzte auch zahlreiche eigene Projekte um. Als Team Edel WildWuchs räumten sie in den Jahren gemeinsam unzählige Auszeichnungen ab. Nach 100 Jahren Gröbl ist nun jedoch Schluss. Bereits 2017 kündigte Chris­topher an, sich nach dem 100-Jährigen verändern zu wollen. Nachdem das Bruderpaar in der Friseurbranche alles erreicht hat, was es erreichen wollte, warten nun neue Herausforderungen und neue Laufbahnen auf die erfolgreichen Grazer.

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