Von der Erdölbohrung zur Wellness-Oase
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Erdölbohrung am Standort der heutigen Heiltherme Bad Waltersdorf © Heilthermen Resort Bad Waltersdorf
Was als erfolglose Suche nach Erdöl begann, entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten Thermen Österreichs. Die Heiltherme Bad Waltersdorf blickt auf 40 Jahre voller Innovation, Tradition und regionaler Verbundenheit zurück.
Am 24. Juli 1975 erlebte die Gemeinde Waltersdorf eine Überraschung: Statt des erhofften Erdöls sprudelte aus einem Bohrloch heißes Wasser mit einer Temperatur von 60 Grad Celsius. Die anfängliche Enttäuschung wich jedoch schnell der Erkenntnis, dass es sich dabei um Thermalwasser und damit jedenfalls um ein wertvolles Gut handelte. Nach einer zweiten Bohrung im Jahr 1978 entstand die Idee, die Thermalquelle zur Wärmeversorgung öffentlicher Gebäude zu nutzen. Mit der Gründung der Oststeirischen Thermalwasserverwertungsgesellschaft wurde 1981 in der Gemeinde Waltersdorf die erste geothermische Fernwärmeversorgungsanlage Österreichs errichtet. Doch die Visionen der Gemeinde gingen weiter: Unter der Leitung von Bürgermeister Helmut Pichler wurde das Thermalwasser als „Heilwasser“ vom Land Steiermark anerkannt – ein entscheidender Schritt, der den Weg für die Errichtung einer Heiltherme ebnete. Um die Finanzierung des Projekts zu sichern, wurde die Bevölkerung eingeladen, sich mit sogenannten „Zeichnungsscheinen“ als Kommanditisten zu beteiligen. Nach anfänglicher Zurückhaltung konnten auch größere Investoren wie die Sparkasse Hartberg und die Raiffeisenbank Waltersdorf-Sebersdorf gewonnen werden. Schließlich wurden 15 Millionen Schilling von 43 Privatpersonen und insgesamt 40 Millionen Schilling (rund 2,9 Mio. Euro) aufgebracht, wodurch der Spatenstich im September 1983 ermög-licht wurde. Die Heiltherme Waltersdorf öffnete im Januar 1985 ihre Pforten. Das Ziel, jährlich 100.000 Gäste nach Waltersdorf zu locken, wurde bereits im ersten Jahr übertroffen: Schon im Oktober 1985 konnte der 100.000ste Gast, bis heute über 11 Millionen Gäste begrüßt werden.
Erdölbohrung 1975
Wachstum und Innovation
Der Erfolg der Heiltherme führte schnell zu Platzmangel. Bereits 1987 begann die erste Ausbaustufe, bei der ein weiteres Thermalbecken, Ruheräume, Gästegarderoben, ein Technikgebäude sowie ein Therapiebereich errichtet wurden. Ein weiterer Meilenstein folgte im Januar 1989, als Waltersdorf offiziell zum Kurort „Bad Waltersdorf“ ernannt wurde. Mit der Eröffnung des „Quellenhotels“ im Jahr 1996 wurde das Angebot für Gäste deutlich erweitert. Die Heiltherme Bad Waltersdorf setzte konsequent auf Gesundheits- und Kurtourismus und entwickelte mit dem Spa-Bereich eine einzigartige Philosophie, die auf naturnahen Anwendungen basiert. Gleichzeitig wurde das Thermenangebot kontinuierlich modernisiert. Mit der Errichtung der Hoteltherme im Bereich des Quellenhotels wurde ein zweiter Thermenbereich für Hotelgäste geschaffen. Die jüngste strategische Neuausrichtung erfolgte während der Corona-Pandemie: Über 23 Millionen Euro wurden in eine umfassende Modernisierung, den Bau einer Photovoltaikanlage und die Entwicklung eines exklusiven Hotelthermen-Konzepts investiert. Im August 2024 wurde die Therme als „Heilthermen Resort Bad Waltersdorf“ wiedereröffnet. Mit einem klaren Fokus auf Qualität, Komfort und Regionalität blickt das Resort auf 40 Jahre Erfolgsgeschichte zurück und setzt zugleich auf eine vielversprechende Zukunft.






