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Forschung

Med Uni Graz: Wo Wissen wirkt

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Arbeitswelt
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3 min
Med Uni Graz © Lunghammer

Med Uni Graz © Med Uni Graz/Lunghammer

Medizinischer Fortschritt braucht kluge Köpfe und ein Umfeld, in dem sie ihr Potenzial entfalten können. Die Med Uni Graz zeigt, wie wissenschaftliche Exzellenz und hohe Arbeitsplatzqualität zusammenfinden.

Wer den Campus der Medizinischen Universität Graz betritt, spürt schnell, dass hier nicht nur Räume geplant wurden, sondern Begegnung. Forschung, Lehre und klinische Anwendung liegen nah beieinan-der, offene Bereiche fördern den Austausch und schaffen eine Atmosphäre, in der Ideen wachsen können. Rund 2.500 Mitarbeiter:innen arbeiten an der Med Uni Graz, etwa 1.500 davon in Wissenschaft und Forschung. Sie prägen einen Standort, der weit über die Steiermark hinaus sichtbar ist.

Forschung, die Zukunft gestaltet

Wie viel entstehen kann, wenn wissenschaftlicher Freiraum auf ein starkes Umfeld trifft, zeigt die Arbeit von Linda Waldherr. Die Forscherin am Lehrstuhl für Medizinische Physik und Biophysik beschäftigt sich mit innovativen Ansätzen in der Krebstherapie. Zuletzt sorgte ein gemeinsam mit ungarischen Forschungspartner:innen entwickeltes Verfahren für Aufmerksamkeit: Hochwirksame Krebsmedikamente sollen zunächst inaktiv bleiben und erst durch Licht direkt am Tumor aktiviert werden. Das langfristige Ziel ist eine präzisere Therapie, die gesundes Gewebe möglichst schont.

Forschung auf diesem Niveau braucht ein Umfeld, das neue Ideen ermöglicht und Kooperation selbstverständlich macht. Genau darin liegt eine besondere Stärke der Med Uni Graz. Unterschiedliche Disziplinen kommen zusammen, hoch spezialisierte Infrastruktur steht zur Verfügung und internationale Zusammenarbeit gehört zum wissenschaftlichen Alltag: „Es gibt verschiedene Core Facilities, die man als Forscher:in nutzen kann. Mitarbeitende aus verschiedenen Disziplinen können Geräte nutzen und werden auch auf sie eingeschult. Dass man auf so ein großes Netzwerk an Geräten und Verfahren zugreifen kann, erleichtert die Forschungsarbeit. Außerdem genieße ich hundertprozentige Freiheit in der Auswahl meiner Forschungsthemen“, so Linda Waldherr.

Linda Waldherr
Linda Waldherr, MSc, PhD, forscht am Lehrstuhl für Medizinische Physik und Biophysik an innovativen Ansätzen in der Krebstherapie © Med Uni Graz/Lunghammer

Auch Anna Birnhuber forscht an Fragestellungen mit großer medizinischer Relevanz. Am Otto Loewi Forschungszentrum beschäftigt sie sich unter anderem mit den Mechanismen von Lungenerkrankungen. In einer ihrer Arbeiten untersuchte sie gemeinsam mit Kolleg:innen die Wirkung eines bekannten Medikaments bei unterschiedlichen Formen der Lungenfibrose. Die Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig es ist, Krankheitsmechanismen genau zu verstehen und bestehende Therapieansätze immer wieder neu zu hinterfragen. Gerade diese wissenschaftliche Sorgfalt zeichnet den Standort aus. Forschung wird hier nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als Beitrag zu einer Medizin, die Patient:innen langfristig zugutekommt.

„Der Med Uni Campus mit der direkten Nähe zur Klinik ermöglicht translationale Forschung. Neben den Core Facilities profitiert man von konkreten Kontakten zu Kliniker:innen. Am Otto Loewi Forschungszentrum gibt es Möglichkeiten, Startgelder zu erhalten, die an aktive Kollaborationen gebunden sind. Es gibt auch viele interne Fördermöglichkeiten. Einzigartig ist dabei das interne Karriereprogramm für wissenschaftliche Mitarbeitende, die ‚Research Professur‘, bei der man nach vier erfolgreichen Jahren eine entfristete Stelle als ‚Research Professor‘ erhält“, so Anna Birnhuber.

Anna Birnhuber
Anna Birnhuber, Univ.-Ass., PhD, beschäftigt sich am Otto Loewi Forschungszentrum mit den Mechanismen von Lungenerkrankungen © privat

Ein Campus, der Möglichkeiten eröffnet

Auch räumlich bietet die Med Uni Graz beste Voraussetzungen. Rund 14.000 Quadratmeter Laborfläche und 9.100 Qua­drat­meter Lehrfläche schaffen Platz für moderne Forschung und Ausbildung. Entscheidend ist dabei nicht allein die Größe, sondern die Art, wie diese Flächen miteinander verbunden sind. Kurze Wege erleichtern die Zusammenarbeit, Core Facilities bündeln hoch spezialisierte Technologien und Kommunikationsbereiche schaffen jene informellen Begegnungen, aus denen oft neue Ideen entstehen.

Mit der Medical Science City Graz wird dieser Gedanke konsequent weitergeführt. Universität und Universitätsklinikum bilden gemeinsam mit Forschungseinrichtungen, Kooperationspartnern und innovativen Unternehmen einen Wissenschaftsstandort, an dem Grundlagenforschung und medizinische Anwendung eng miteinander verbunden sind. Auch die Zusammenarbeit mit der TU Graz und der Universität Graz stärkt dieses Netzwerk. Für Mitarbeiter:innen entsteht damit ein Umfeld, das fachliche Entwicklung auf besondere Weise unterstützt und zugleich die Möglichkeit bietet, Teil eines international sichtbaren Forschungsstandortes zu sein.

Qualität, die im Alltag spürbar wird

Die Wertschätzung für Mitarbeiter:innen zeigt sich an der Med Uni Graz aber nicht nur im wissenschaftlichen Umfeld. Auch der Arbeitsalltag wird bewusst mitgedacht. Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Gesundheitsförderung und Weiterbildung tragen dazu bei, dass sich Menschen langfristig entwickeln können.

Ein besonders sichtbares Beispiel dafür ist der kinderCAMPUS direkt vor Ort. Er erleichtert Familien den Alltag und steht sinnbildlich für einen Arbeitgeber, der ­berufliche Entwicklung und persönliche Lebensrealität nicht getrennt voneinander betrachtet.

Selbst die Mittagspause erzählt etwas über diesen Anspruch. Die Mensa der Med Uni Graz wurde mehrfach für ihr nachhaltiges und ausgewogenes Angebot ausgezeichnet. Mit der „Grünen Küche“ erhielt sie die höchste Auszeichnung von Styria vitalis für Gemeinschaftsverpflegung, beim „Grünen Teller top“ erreichte sie die volle Punktezahl.

Seit 2026 stehen darüber hinaus regelmäßig sogenannte Longevity-Powerfood-Menüs auf dem Speiseplan. Entwickelt wurden sie gemeinsam mit Expert:innen aus Ernährungsmedizin und Zellbiologie auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse. So wird Forschung hier auf sympathische Weise Teil des täglichen Campus­lebens.

>>Zum Video-Interview mit Linda Waldherr und Anna Birnhuber

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