Ressource Mensch
Raum für Menschen
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- Arbeitswelt
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Christian Prinz, Geschäftsführer der Prinz GmbH © Thomas Luef
Das Büro ist längst mehr als Tisch, Sessel und Bildschirm. Christian Prinz, Geschäftsführer der Prinz GmbH, spricht über Arbeitswelten, die Konzentration ermöglichen, Begegnung fördern und darüber, warum gute Arbeitsbedingungen auch eine wirtschaftliche Frage sind.
Manchmal zeigt sich die Zukunft der Arbeit eben an einem -Wasserhahn. Christian Prinz, Geschäftsführer der Prinz GmbH in Gratkorn und Profi für Betriebseinrichtungen, erzählt von einem aktuellen Büroprojekt für rund 130 Mitarbeiter. Drei Küchen-bereiche sind vorgesehen: eine zentrale Küche, eine Kaffeeküche und eine kleinere Lösung im Kundenbereich. Und irgendwann landet die Planung bei einer Frage, die banal klingt: Was trinken eigentlich all diese Menschen während eines Arbeits-tages? Wo stehen die Flaschen? Wer kühlt sie? Braucht es überhaupt noch Flaschen – oder gleich eine professionelle Armatur für gekühltes Wasser und Soda?
Es ist ein kleines Detail, das viel darüber erzählt, was gute Büroplanung heute ausmacht. Arbeitswelten entstehen nicht allein durch schöne Möbel. Entscheidend ist, wie Menschen einen Raum tatsächlich nutzen und was sie brauchen, um darin gut arbeiten zu können. Genau hier setzt die Arbeit von Christian Prinz an: Räume werden als Ganzes gedacht und Lösungen so geplant, dass sie zum Unternehmen, zu den Tätigkeiten und zu den Menschen passen.
Gute Arbeitswelten
Die Ansprüche an Arbeitsplätze haben sich verändert. „Ein Büro soll funktional sein, gleichzeitig aber auch Konzentration ermöglichen und den Austausch fördern.“ Für Christian Prinz geht es deshalb da-rum, unterschiedliche Bedürfnisse in einer stimmigen Arbeitsumgebung zusammenzuführen. In vielen Projekten zeigt sich, dass Unternehmen ihre Büroflächen heute bewusster gestalten. Bereiche werden stärker zoniert, Rückzugsmöglichkeiten geschaffen und Orte vorgesehen, an denen Kommunikation ganz selbstverständlich entstehen kann. Gerade dieser persönliche Austausch ist für Prinz eine besondere Qualität des Büros. „Das kurze Gespräch zwischendurch oder eine Idee, die sich spontan entwickelt, lässt sich kaum planen, kann für ein Unternehmen aber ausgesprochen wertvoll sein.“
Eine gute Arbeitswelt schafft dafür die Voraussetzungen. „Sie gibt Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht einfach einen Platz, sondern unterstützt sie dabei, ihre jeweilige Aufgabe möglichst gut zu erledigen.“
Konzentration ermöglichen
Ein wichtiges Thema ist dabei die Akustik. „Akustik wird sehr oft unterschätzt“, sagt Prinz. Gerade dort, wo mehrere Menschen gemeinsam arbeiten, entscheidet sie wesentlich darüber, wie angenehm und konzentriert der Arbeitsalltag erlebt wird. Die Lösung muss deshalb nicht da-rin liegen, Menschen voneinander zu trennen. Vielmehr geht es darum, passende Möglichkeiten für unterschiedliche Situationen zu schaffen. Telefon- und Besprechungsboxen sind dafür ein Beispiel. Bei einem Kunden wurde zunächst eine Vier-Personen-Box eingerichtet. Weil sie von den Mitarbeitern sehr gut angenommen wurde, soll eine weitere folgen.
Für Prinz ist genau das ein entscheidender Punkt: Eine Lösung muss nicht nur technisch funktionieren, sondern von den Menschen auch gerne genutzt werden. Eine Telefonbox, die zwar ihren Zweck erfüllt, sich aber wie eine enge Schachtel anfühlt, wird im Alltag wenig bringen. Gute Planung verbindet daher Funktion mit Atmosphäre. Das Ergebnis sind Arbeitsplätze, die nicht alles gleichzeitig leisten müssen. Wer Ruhe braucht, findet Ruhe. Wer sich austauschen möchte, findet dafür ebenso den passenden Raum.
Prinz Unternehmenseinrichtungen
Qualität mit Wirkung
Auch Ergonomie gehört heute selbstverständlich zu einer durchdachten Arbeitswelt. Höhenverstellbare Tische sind für Prinz bei Modernisierungen deshalb eine sinnvolle Investition. „Nicht jeder wird die Möglichkeit sofort regelmäßig nutzen. Entscheidend ist aber, dass sie vorhanden ist.“ Gleichzeitig zeigt die Entwicklung der vergangenen Jahre, dass hochwertige Ausstattung nicht automatisch wesentlich höhere Gesamtkosten bedeuten muss. Klassische Büroelemente wie große Tischkombinationen oder umfangreiche Schrankflächen werden weniger benötigt. Dadurch lässt sich das Budget anders einsetzen – etwa für ergonomisch bessere Arbeitsplätze.
Individuell gelöst
Für Unternehmen eröffnet das Spielraum. Gute Arbeitsbedingungen müssen nicht bedeuten, alles neu zu machen. Auch kleinere Veränderungen können eine große Wirkung entfalten. Eine bislang wenig genutzte Fläche kann zu einem attraktiven Treffpunkt werden, ein besserer Stuhl die tägliche Arbeit deutlich angenehmer machen. Entscheidend ist, dort anzusetzen, wo eine Verbesserung tatsächlich etwas bringt.
Genau darin sieht Prinz die Aufgabe seines Unternehmens. Kunden kommen mit unterschiedlichen Vorstellungen, räumlichen Voraussetzungen und Budgets. Die Lösung entsteht im gemeinsamen Planungsprozess. Idealerweise beginnt dieser möglichst früh. Denn wenn Büroeinrichtung, Licht, Akustik und Nutzung bereits in einer frühen Projektphase zusammengedacht werden, lassen sich Räume gezielter gestalten. Prinz versteht seine Rolle dabei nicht als Konkurrenz zu Architekten, sondern als fachliche Ergänzung. Die Erfahrung aus der Umsetzung hilft, gestalterische Vorstellungen mit den Anforderungen des Arbeitsalltags zu verbinden.
Weitergedacht
Arbeitswelt bedeutet für Christian Prinz allerdings nicht nur Büro. „Die Arbeitswelt hört ja bei uns nicht im Büro auf“, sagt er. Für einen Handwerker ist beispielsweise auch das Fahrzeug Teil seines täglichen Arbeitsplatzes. Dazu kommen Lager-, Produktions- und andere Betriebsbereiche. Entsprechend breit ist auch die Expertise des Unternehmens. Selbst das Thema Akustik reicht weit über klassische Büroräume hinaus und kann bis zu Schallschutzlösungen im Industrie- oder Außenbereich führen.
Denn gute Arbeitswelten entstehen dort, wo Räume nicht einfach eingerichtet, sondern konsequent für Menschen gestaltet werden.






