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Interview

Erfolgsfaktor Vorausdenken

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2 min
Dieter Lugitsch und Herbert Lugitsch jun. © Günther Linshalm

Dieter Lugitsch und Herbert Lugitsch jun. © Günther Linshalm

Das Familienunternehmen Herbert Lugitsch u. Söhne Ges.mbH hat sich seit seiner Gründung 1909 stetig weiterentwickelt. Die Geschäftsführer Dieter Lugitsch und Herbert Lugitsch jun. geben einen Rückblick und einen Ausblick auf die Erfolgsgeschichte dahinter.

BUSINESS MONAT: Ihr Unternehmen blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Wie würden Sie die Entwicklung des Unternehmens in den letzten Jahrzehnten beschreiben, und was hat diese Erfolgsgeschichte maßgeblich geprägt?
Dieter Lugitsch: In den letzten Jahrzehnten konnten wir, von einem soliden und gesund gewachsenen Unternehmen ausgehend, die drei Geschäftsbereiche FARM, FEED und FOOD konsequent ausbauen und erweitern. Wichtig war uns dabei immer, qualitativ hochwertige Produkte herzustellen und dabei nachhaltig zu agieren. Die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens verdanken wir dabei speziell auch unseren Mitarbeiter:innen, die mit ihrem Wissen und Engagement unsere Philosophie mittragen.

Was waren in den letzten Jahren die größten Herausforderungen und wie haben Sie diese gemeistert?
Herbert Lugitsch jun.:Die vergangenen Jahre mit Pandemie, Inflation und stark gestiegenen Rohstoff- und Energiepreisen haben uns als produzierendes Unternehmen stark betroffen. Es waren für uns und auch unsere Partner in der Landwirtschaft herausfordernde Zeiten, die wir mit einem hohen Maß an Flexibilität und Zusammenarbeit gut überstehen konnten. Speziell unsere Mitarbeiter:innen haben Großartiges geleistet. Aber auch unsere Kunden vom Lebensmitteleinzelhandel über die Großhändler und Gastro bzw. Fleischerbetriebe haben uns in dieser Zeit tatkräftig unterstützt und so manche Preisanpassung und auch Lieferverzögerung mitgetragen.

Wie sehen Sie die Bedeutung und die Zukunft des Bio-Segments?
Herbert Lugitsch jun.: Die Bedeutung von hochwertigen Bio-Lebensmitteln und Bio-Futtermitteln war uns schon sehr früh bewusst, daher kam auch die klare Entscheidung, die Futtermühle vitakorn in Pöttelsdorf zu einer reinen Bio-Futtermühle zu machen. Wir waren 1999 damit die Ersten in Europa. Das Bio-Segment entwickelt sich stabil nach oben und wird für uns auch zukünftig ein wichtiges Geschäftsfeld darstellen, dem wir uns intensiv widmen.

Ein zentrales Element Ihrer Produktion ist der geschlossene Kreislauf zwischen Futtermühle und Geflügelhof. Wie trägt dieses Modell zur Qualität und Nachhaltigkeit Ihrer Produkte bei?
Herbert Lugitsch jun.: Mit diesem Wertschöpfungskreislauf zwischen Futtermühle, landwirtschaftlichen Partnern und Geflügelhof sind wir einzigartig. Unser Steirerhuhn wächst bei unseren verantwortungsvollen landwirtschaftlichen Partnern auf, wird mit hochwertigem hauseigenem Futter gefüttert und in unserem Geflügelhof verarbeitet. Das schafft regionale Arbeitsplätze und nachhaltige, regionale Wertschöpfung.

Ihr Unternehmen arbeitet eng mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben zusammen. Wie wichtig sind diese Partnerschaften?
Dieter Lugitsch: Diese enge Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben liegt uns sehr am Herzen – es ist sozusagen unsere DNA. Unsere Unternehmensgeschichte ist eng mit der kleinstrukturierten, regionalen Landwirtschaft verstrickt.

Was sind Ihre langfristigen Ziele?
Herbert Lugitsch jun.: Nachhaltig erfolgreich wirtschaften und die gesunde Weiterentwicklung des Unternehmens in der Region, in der wir als Unternehmen seit über 100 Jahren verankert sind. Mit unserem Nachhaltigkeitsprogramm „Fit for future“ leisten wir mit einer Vielzahl an Maßnahmen einen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft für Mensch, Tier und Natur und werden diesen Weg entschlossen fortsetzen.

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